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Nachhaltigkeitsbericht 2015
veröffentlicht am 13.07.2016

Produktion in Risikoländern

Laut Definition der Fair Wear Foundation (FWF) zählen alle Länder außerhalb der EU und der Schweiz, mit Ausnahme von Bulgarien und Rumänien, zu Risikoländern.

Strenge Kontrollen in Risikoländern

In Risikoländern, den sogenannten „High Risk Countries“, ist die Wahrscheinlichkeit, dass gegen Arbeitsstandards und Gesetze verstoßen wird, höher. Daher hat die FWF für diese Länder strenge Auflagen festgelegt.

Die Merkmale von „High Risk Countries“:

  • Es existieren keine funktionierenden Organisationen wie z. B. Gewerkschaften oder Arbeitnehmervertretungen.
  • Mangelhafte Arbeitsgesetzgebung und fehlende Überwachung der Gesetzgebung
  • Länder, in denen es kein Recht auf Vereinigungsfreiheit, sind generell „High Risk Countries“.

Produzenten in „High Risk Countries“ müssen sich regelmäßig auditieren lassen. Langfristig fordert die FWF von ihren Mitgliedern, dass 90 % der Produktionsstätten in den Risikoländern auditiert werden. Mehr dazu in Leader Status FWF.


VAUDE auditiert bereits seit 2014 mehr als 90 % seiner Produktionsstätten regelmäßig. 2015 haben wir 99 % unserer Produzenten in „High Risk Countries“ auditieren lassen.


Neun lokale Lieferanten

Zusätzlich haben wir im Berichtsjahr mit neun Produzenten in „Low Risk Countries“ gearbeitet, die einen Anteil von neun Prozent der Gesamtausgaben für unsere Produkte hatten. Fünf Prozent entfallen allein auf die Fertigung am VAUDE Standort Tettnang.

Produzenten in „Low Risk Countries“ wurden nicht auditiert, da hier kaum ein Risiko für negative Auswirkungen besteht. Im branchenweiten Vergleich liegen diese Produzenten relativ nah an unserem Hauptstandort in Tettnang und werden deshalb als lokale Lieferanten bezeichnet.

Spezielle Auflagen für Myanmar

FWF-Mitglieder, die in Myanmar und Bangladesch produzieren, müssen noch strengere Anforderungen beachten. Denn in diesen Ländern besteht ein sehr hohes Risiko, dass gegen Arbeitsstandards verstoßen wird. Für VAUDE ist dabei nur Myanmar relevant, da wir nicht in Bangladesch produzieren.


Für die Produktion in Myanmar gelten folgende zusätzliche Anforderungen der FWF:

  • Es ist verboten mit Produktionsstätten zusammen zu arbeiten, die im Zusammenhang mit dem Militär stehen.
  • Wenn ein Unternehmen in Myanmar produzieren möchte, muss es die Gründe dafür vorab mit der FWF erörtern.
  • Das FWF-Mitglied soll dazu beitragen, den sozialen Dialog in den Produktionsstätten voranzutreiben.
GRI:   G4-HR11
Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative menschenrechtliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen
GRI:   G4-EC9
Anteil an Ausgaben für lokale Lieferanten an Hauptgeschäftsstandorten
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