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Nachhaltigkeitsbericht 2015
veröffentlicht am 13.07.2016

Herausforderung „PVC-frei“

VAUDE will ganz auf PVC verzichten, weil es in seinem gesamten Lebenszyklus problematisch für Mensch und Umwelt ist.

Komplette Made in Germany Taschen-Kollektion ist PVC-frei

Einen wichtigen Teil der Taschen-Kollektion stellt VAUDE klimaneutral in Tettnang her – mehr dazu hier. Dazu gehören zum Beispiel unsere legendären Fahrrad-Taschen. Die gesamte reguläre Made in Germany Kollektion ist schon seit vielen Jahren vollständig PVC-frei.

Ab der Sommer-Kollektion 2017 haben wir auch die Sondermodelle, die wir zum Beispiel für Großkunden hier herstellen, auf PVC-freie Materialien umgestellt. Auch die gesamte Mountain-Kollektion ist PVC-frei.


Auch VAUDE Zelte, Bekleidung und Schuhe sind 100% PVC-frei.


Was ist eigentlich das Problem an PVC ?

PVC (Polyvinylchlorid) ist ein sehr stabiler und langlebiger Kunststoff, der für Hartplastik wie Wasserleitungsrohre, aber auch für Planen-Materialien wie LKW-Planen oder eben auch Taschen sehr verbreitet ist.

Ein Problem mit dem Kunststoff PVC sind die Phthalate, die häufig darin enthalten sind. Phthalate werden als Weichmacher eingesetzt, da PVC sonst spröde ist. Phthalate stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Es gibt strenge Grenzwerte dafür, allerdings bisher nur für Kinderprodukte.


Weichmacher können ausgasen

PVC ist aber nicht nur wegen der Weichmacher problematisch, sondern in seinem gesamten Lebenszyklus. PVC selbst ist inert (nicht reaktiv, nicht wirksam) und nicht toxisch.

Weichmacher sind "nur" ein Problem während der Nutzungsphase, da sie aus dem fertigen PVC ausgasen können. Von VAUDE eingesetzte Weichmacher sind gemäß der Europäischen Chemikaliengesetzgebung (REACH) zugelassen.


Daneben gibt es weitere gravierende Umwelt- und Gesundheitsprobleme während der Herstellung von PVC und dessen Entsorgung.


PVC-Herstellung problematisch für Mensch und Natur

Ausgangsstoff für die PVC-Produktion ist das Gas Vinylchlorid, das seit den 1960er Jahren als krebserregend gilt. Es löst die sogenannte VC-Krankheit aus, die als Berufskrankheit anerkannt ist.


Außerdem werden giftige Chlorverbindungen als Flammschutzmittel (Brandhemmer) und größere Mengen Schwermetalle, vor allem Cadmium, für die Produktion von PVC benötigt, die teilweise auch im fertigen Produkt nachweisbar bleiben.


PVC-Deponierung in Deutschland verboten

PVC kann quasi nicht recycelt werden, da es aus verschiedenen Polymeren besteht, die nur unter extrem hohen Energie- und Wasser-Einsatz wieder voneinander getrennt werden können.

Wird PVC deponiert, gelangen Weichmacher und andere Schadstoffe wie Schwermetalle in den Boden, die Luft und das Grundwasser. In Deutschland ist PVC-Deponierung verboten.


Bei der Verbrennung von PVC in Müllverbrennungsanlagen entstehen giftiger Chlorwasserstoff, Dioxine und weitere gefährliche Schadstoffe. Deshalb eignet sich PVC auch nicht zur Energiegewinnung durch Verbrennung etwa in Hochöfen und der Zementindustrie.


Sicher wasserdicht

Unsere Taschen-Kollektion „Comyou“ kommt völlig ohne PVC aus und darf sich daher „PVC-frei“ nennen.

Wasserdicht mit umweltfreundlichen Alternativen

Bei einigen Reisegepäck-Modellen verwendet VAUDE nach wie vor PVC. Dieses Material enthält keine Phthalat-Weichmacher, es ist REACH-konform und hält strenge Grenzwerte ein.
Bis 2020 wollen wir völlig ohne PVC auskommen. Das ist eine echte Herausforderung, weil das Material bis zu 30 Prozent teurer ist und trotzdem teilweise nicht die gleiche Qualität erreicht, z.B. bei Kälte brüchig wird.

Anteile PVC-freie Modelle Packs ´n Bags (Reisegepäck)

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Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen
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Links
Informationen zu PVC auf enius.de
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Informationen des Umweltbundesamts
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