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Nachhaltigkeitsbericht 2015
veröffentlicht am 13.07.2016

Abfall und Abwasser

In Tettnang fällt kein Industrie-Abwasser an, Abfälle werden fachgerecht entsorgt oder der Wiederverwertung zugeführt. Für die Lieferkette haben wir derzeit noch keine belastbaren Daten.

Handlungsbedarf in der Lieferkette

Abwasser und Abfall sind für VAUDE wesentliche Aspekte, weil bei der Herstellung von VAUDE-Produkten in vielen vorgelagerten Prozessen Abwasser und Abfall verursacht werden. Teilweise müssen Abwässer und Abfälle sogar als potenziell umwelt- und gesundheitsschädlich eingestuft werden.

Das gilt für die Produktion am Firmensitz in Tettnang-Obereisenbach, aber natürlich auch für die Herstellung der VAUDE-Produkte und insbesondere aller dafür benötigten Materialien in der vorgelagerten Lieferkette – Details und Daten siehe „Wasserverbrauch in der Lieferkette“.


In Tettnang kein Prozesswasser benötigt

In der Produktion am Standort Tettnang wird kein Prozesswasser benötigt; Industrie-Abwasser fällt nicht an. Hier verursacht VAUDE ausschließlich Abwasser aus den Sanitäreinrichtungen und aus dem Labor, wo Wasserdichtigkeitstests gemacht werden. Details und Daten 

siehe „Wasser – Quell des Lebens“.

Am Standort Tettnang messen wir dem Aspekt Abwasser keine hohe Umweltrelevanz bei, zumal die Abwasser-Aufbereitung in Deutschland auf einem ökologisch sehr hohen Niveau gesetzlich geregelt ist.

Abfälle auch in Deutschland wichtiges Thema

Abfälle verursachen aber auch in Deutschland Umweltprobleme. Sie müssen gesammelt, transportiert, aufbereitet und teilweise mit hohem Energieaufwand verwertet oder fachgerecht entsorgt werden. Abfall hat daher nicht nur für die Lieferkette, sondern auch für den Standort Tettnang-Obereisenbach eine hohe Umweltrelevanz. Über die jährliche Abfallstatistik werden Entwicklungen der Mengen sichtbar. Daraus leiten wir Ziele und Maßnahmen ab – 

siehe dazu „Ziel: Restmüll reduzieren“.


Effizienz durch EMAS und ISO14001 bestätigt

Bezogen auf den Firmenstandort Tettnang ist unser Wasser- und Abfallmanagement sinnvoll und effektiv. Dies wird durch die jährlichen EMAS und ISO14001-Audits, bei denen auch Abfall und Abwasser Gegenstand der Überprüfung sind, bestätigt. Bezogen auf die Lieferkette sind wir noch nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Wir wollen mit den beiden strategischen Ansätzen bluesign® und Higg Index in den kommenden Jahren hier deutliche Fortschritte machen - mehr dazu weiter unten.


Greenpeace: Giftige Abwässer bedrohen die ganze Erde

Die Abwässer aus der Textilherstellung stehen im Fokus der laufenden „Detox“-Kampagne von Greenpeace. Greenpeace wirft der Textilindustrie (und damit auch VAUDE) vor, für die Verschmutzung der Gewässer in China mit gefährlichen Chemikalien verantwortlich zu sein.

Dort verursachen giftige Abwässer und Klärschlämme gravierende Gesundheitsprobleme bei der ansässigen Bevölkerung. Darüber hinaus verbreiten sich giftige Substanzen über die globalen Wasserwege über die gesamte Erde. Was wir konkret zur Vermeidung von bestimmten chemischen Substanzen bei der Herstellung von VAUDE-Produkten unternehmen, stellen wir unter anderem in folgenden Beiträgen dar:


Saubere und transparente Lieferkette als Ziel

VAUDE beauftragt unabhängige Produzenten mit der Herstellung der Produkte. Wir versuchen, über die Vorgabe der zu verarbeitenden Materialien Einfluss auf ein umfassendes Abwasser- und Abfall-Management zu nehmen, etwa über das bluesign®system. 


Wir müssen allerdings klar erkennen, dass unser Einfluss auf die Lieferkette hier bislang sehr begrenzt ist. Bisher ist es auch nicht möglich, belastbare Daten zu Abwasser oder Abfällen von Produzenten und Vorlieferanten zu erhalten, die einen Bezug auf die hergestellten VAUDE Produkte erlauben. Uns liegen deshalb keine Informationen über konkrete Verschmutzungen durch Abwasser oder Abfall vor, die durch von uns beauftragte Prozesse entstehen.


Dringender Handlungsbedarf

Wir wissen, dass wir in diesem Punkt einen dringenden Handlungsbedarf haben und zwar sowohl im Hinblick auf zu schaffende Datentransparenz, als auch im Hinblick auf das Abwasser- und Abfallmanagement in der Lieferkette. Wir verfolgen hierzu zwei strategische Ansätze: die Ausweitung des bluesign® Standards und über den Higg Index den Aufbau einer Datenbank zu Erfassung aller umweltrelevanten Daten – siehe dazu „bluesign®: Weltweit strengster Textil-Standard“.


In einem Pilotprojekt führen wir aktuell ein Umweltmanagementsystem bei verschiedenen Lieferanten ein. Im Rahmen dieses „Environmental Stewardship Program“ werden die Lieferanten auch zum Umgang mit Abfall und Abwasser geschult.

GRI:   G4-EN22
Gesamtvolumen der Abwassereinleitung nach Qualität und Einleitungsort
GRI:   G4-EN24
Gesamtzahl und –volumen signifikanter Verschmutzungen
GRI:   G4-DMA Abfall und Abwasser
Disclosure on Management Approach Abfall und Abwasser
Links
Detox-Kampagne von Greenpeace
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