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Nachhaltigkeitsbericht 2015
veröffentlicht am 13.07.2016

Unsere preisgekrönte Nachhaltigkeitsstrategie

Bei VAUDE haben wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie ganzheitlich in der Unternehmensstrategie verankert und CSR auf diese Weise in die „normale“ Alltagsarbeit integriert. Dafür haben wir in den letzten Jahren zahlreiche Preise bekommen. 2015 wurden wir von höchster Ebene ausgezeichnet: Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde VAUDE beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2015 zu „Deutschlands nachhaltigster Marke“ gekürt.

VAUDE als Vorreiter für Nachhaltigkeit

Ökologische und soziale Aspekte haben bei VAUDE schon seit jeher eine Rolle gespielt. Vor einigen Jahren haben wir uns entschlossen, ein durch und durch nachhaltiges Unternehmen zu werden. Inzwischen engagieren sich heute viele Wettbewerber in der Outdoor- Branche beim Thema Nachhaltigkeit. Wir freuen uns, dass VAUDE dabei als Vorreiter gilt. 


Dafür gibt es aus unserer Sicht einige Gründe:


  • Unser Ansatz ist ganzheitlich und hochintegriert: es gibt keinen Bereich, keine Entscheidung im Unternehmen, die nicht im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit steht. Siehe dazu „Das VAUDE ecosystem“.
  • Wir wenden in allen Nachhaltigkeitsthemen die strengsten vorhandenen Standards an oder definieren eigene, noch strengere Richtlinien, z. B. als bluesign®-Systempartner oder auch bei unserem Green Shape Bewertungssystem. Siehe dazu „bluesign® Materialien sind erste Wahl“ und „Respekt für Mensch und Natur“. 
  • Wir treiben Nachhaltigkeitsthemen auch voran, wenn es dazu keinen Druck von außen gibt, z. B. durch Medien oder Kampagnen von Umwelt-NGO´s.
  • Auszeichnungen und Preise von unabhängigen Gremien bestätigen unsere Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit. Siehe dazu „Unsere Auszeichnungen“.

 


Besonders freuen wir uns, dass wir 2015 die höchste Auszeichnung beim renommierten Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten haben und den Siegertitel „Deutschlands nachhaltigste Marke 2015“ tragen dürfen.


Die Jury würdigte sowohl unsere konsequent verfolgte Nachhaltigkeitsausrichtung als auch die kontinuierliche Weiterentwicklung.


„In allen Wertschöpfungsstufen wird das Thema Nachhaltigkeit in den Vordergrund gestellt. So setzt VAUDE u. a. Maßstäbe für nachhaltige Produkte mit dem Green Shape Label oder für faire Arbeitsbedingungen mit dem Leader Status der Fair Wear Foundation. […] Die Marke VAUDE ist gleichzeitig bei allen Stakeholdern trotz der geringen Unternehmensgröße eine starke, erfolgreiche und vertrauenswürdige Marke“, so die Begründung im Juryurteil. Siehe dazu „VAUDE ist Deutschlands nachhaltigste Marke“.


VAUDE als Nachhaltigkeits-Treiber

Wir freuen uns, dass sich viele Wettbewerber ebenfalls für Nachhaltigkeit engagieren. Denn wichtige Schritte schaffen wir nur durch ein gemeinsames Engagement in der Branche. Das Besondere an unserem Nachhaltigkeitsmanagement ist jedoch, dass wir uns nicht nur einzelne, kommunikationsstarke Aspekte heraussuchen, sondern ganzheitlich und hochintegriert arbeiten. Unsere Aktivitäten ziehen sich durch alle Phasen des Produktlebenszyklus. Siehe dazu „VAUDE Ecosystem“.



»Wir wollen ein durch und durch nachhaltiges Unternehmen sein. Dieser Vision kommen wir jedes Jahr ein Stückchen näher.«

Antje von Dewitz, Geschäftsführerin

Nachhaltigkeit bei VAUDE: Auftrag an alle Mitarbeiter

Nachhaltigkeit ist unsere Überzeugung und soll ganzheitlich umgesetzt werden. Damit dies gelingt, liegt die Verantwortung für die Umsetzung unserer Ziele und Maßnahmen auch nicht bei dem CSR-Team oder der Geschäftsleitung. Die Verantwortung wird jeweils direkt in den Bereichen angesiedelt, in denen auch die „normale“ Arbeit erfolgt. So ist beispielsweise die Leiterin der Produktumsetzung, die unsere Produzenten in Asien betreut, auch für die Audits und die Kontrolle der „Corrective Action Plans“ (CAP) der FWF zuständig.



»Zu meiner Arbeit als Produktionsleiterin gehört, dass ich mich für faire Arbeitsbedingungen einsetze.«

Susanne Medesi, Leitung Zentraler Einkauf/Produktion & CSR

In allen Abteilungen legt man Wert darauf, dass das Wissen über Nachhaltigkeit nicht nur Expertenwissen ist. Im Rahmen unseres Weiterbildungsprogramms schulen wir alle Mitarbeiter gezielt zum Themenkomplex Nachhaltigkeit. Siehe dazu „Aus- und Weiterbildung“.


Werkzeuge zur kontinuierlichen Verbesserung

Unser VAUDE ecosystem, die EMAS- und ISO 14001-Zertifizierung und die GRI- Berichtsstandards helfen uns dabei, ganzheitlich und systematisch zu erkennen, welche Umweltaspekte in unserem Geschäftsbetrieb entstehen und zu bewerten, wie relevant diese sind und welchen Einfluss wir darauf nehmen können sowie zu entscheiden, wie wir die Herausforderungen angehen.

2014 haben wir zusätzlich zum Nachhaltigkeitsbericht eine Gemeinwohlbilanz erstellt und veröffentlicht. Aus diesem Berichtsstandard ergeben sich für uns wieder neue Anregungen, unsere Unternehmenstätigkeiten auf Nachhaltigkeit zu prüfen.


»Mit der Gemeinwohlbilanz wollen wir zu einem Paradigmen-Wechsel für „gutes Wirtschaften“ beitragen.«

Antje von Dewitz, Geschäftsführerin

Aktuelle Herausforderungen

Trotz unserer Erfolge entwickeln wir unsere Produkte und auch das gesamte Unternehmen im Sinne der Nachhaltigkeit laufend weiter. Dies stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten Themen, an denen wir aktuell arbeiten.


Herausforderung Lieferkette

Eine besondere Rolle nehmen dabei die Produzenten und Materialhersteller in Europa und in Asien ein. Dort besteht die Gefahr erheblich größerer Umweltauswirkungen im Vergleich zu unserem Geschäftsbetrieb am Standort Tettnang. Auch die Arbeitsbedingungen müssen in diesen Ländern besonders sorgfältig überprüft werden. Gleichzeitig ist es eine besondere Herausforderung für uns als Auftraggeber, Wege zu finden, um diese Auswirkungen zu beeinflussen.


»Durch strategische Partnerschaften wie z.B. mit bluesign® können wir mehr Transparenz in unserer Lieferkette erreichen und unseren Partnern (Lieferanten und Produzenten) dabei helfen, ihre Prozesse nachhaltig zu gestalten.«

Bettina Roth, Leitung Qualitätsmanagement/Chemikalienmanagement

Kooperationen mit externen Partnern wie der „Fair Wear Foundation“ (FWF) und bluesign® helfen uns dabei, unsere eigenen hohen Anforderungen auch bei unseren Produktionspartnern umzusetzen. 


Die wichtigsten Ziele in Bezug auf die Weiterentwicklung der Lieferkette sind für uns in den nächsten Jahren:


  • Aufbau eines Umweltmanagementsystems mit Schwerpunkt auf Chemikalienmanagement inkl. Abwassermanagement
  • Erhöhung der Transparenz unserer Lieferkette
  • Aufrechterhaltung unserer Auditquote mit der FWF


Herausforderung des nachhaltigen Wirtschaftens

Als weitere Herausforderung rückt die wirtschaftliche Nachhaltigkeit stärker in den Fokus. Die Outdoor-Branche wächst seit einigen Jahren nur noch auf sehr geringem Niveau und hat sich zu einem Verdrängungsmarkt entwickelt. Für uns als Familienunternehmen in einer Branche, die von tendenziell immer größeren Unternehmen mit finanzstarken Kapitalgebern im Rücken dominiert wird, bedeutet das, die wirtschaftliche Eigenständigkeit durch sorgfältige Planung und den Einsatz von alternativen Finanzierungsmöglichkeiten zu sichern – siehe dazu „Nachhaltiges Wirtschaften lohnt sich“.


Herausforderung Datenverfügbarkeit und Softwaresysteme

Um ein erfolgreiches Nachhaltigkeitsmanagementsystem zu etablieren, müssen die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass das verfügbare Wissen und die Daten über die eigene Nachhaltigkeitsleistung optimal genutzt werden können. Um unsere Effizienz weiter zu steigern und noch gezielter steuern zu können, wird die Weiterentwicklung unserer IT-Landschaft in den nächsten Jahren eine hohe Priorität haben. Dazu gehören zum Beispiel der Wechsel zu einem neuen ERP-System sowie die Einführung einer Unternehmenssteuerungssoftware, die auch das Nachhaltigkeitsmanagement integriert.


Konsequente Weiterentwicklung durch kontinuierliche Zielsetzung

Um den genannten Herausforderungen zu begegnen, setzen wir uns kontinuierlich Ziele, die wir halbjährlich überprüfen. Unsere Nachhaltigkeitsziele sind voll in die Unternehmensziele integriert, und Bonuszahlungen an die Mitarbeiter sind teilweise von der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele abhängig. Siehe dazu „Unsere Ziele im Detail“.


Nachhaltigkeit als gesellschaftliches Thema

Nachhaltigkeit hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen gesellschaftlichen Thema entwickelt. Viele Kunden informieren sich gezielt, bevor sie sich für ein Produkt entscheiden. Auch bei uns erkundigen sich regelmäßig kritische Verbraucher zu unseren Produkten, zu den Produktionsbedingungen als auch zum Unternehmen. Diesem steigenden Bewusstsein möchten wir gerecht werden. Deshalb berichten wir umfangreich und transparent über unsere Nachhaltigkeitsmaßnahmen und pflegen zudem den direkten Kontakt mit den Konsumenten. Siehe dazu „Kundenzufriedenheit“.


Auch in der Politik wird das Thema immer präsenter. VAUDE bezieht klare politische Positionen und beteiligt sich aktiv am politischen Diskurs. Siehe dazu „Politische Arbeit“.


Das Bündnis für nachhaltige Textilien zeigt, dass die Verbesserung der Produktionsstandards in der Textilindustrie weltweit auch auf politischer Ebene zunehmend an Bedeutung gewinnt und dass an entsprechenden gesetzlichen Regelungen gearbeitet wird. Als Gründungsmitglied engagieren wir uns aktiv in diesem Bündnis. Siehe dazu „Bündnis für nachhaltige Textilien“.


All diese Entwicklungen bestärken uns in unserer Strategie und in unserem Engagement. Vor allem aber spornen sie uns an, unser Engagement in den uns zur Verfügung stehenden Handlungsfeldern noch weiter auszubauen.

GRI:   G4-1
Stellen Sie eine Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers der Organisation (z.B. Geschäftsführer, Vorstandsvorsitzender oder ähnliche leitende Position) über den Stellenwert der Nachhaltigkeit für die Organisation und die Strategie der Organisation im Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit zur Verfügung.
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