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Nachhaltigkeitsbericht 2017
veröffentlicht am 01.08.2018

Vom Nähgarn bis zur Jacke

11. November 2016 – Wie gelingt Umweltschutz in der globalen Lieferkette?

Globale Verantwortung – bis ins Detail

Globalisierung hat auch ihre Schattenseiten. Sie geht oftmals einher mit Umweltbelastung und unfairen Arbeitsbedingungen in weit verzweigten globalen Lieferketten. Für eine Outdoor-Jacke zum Beispiel werden rund 50 Bestandteile verwendet. Diese werden von verschiedenen Unternehmen hergestellt und zu einem Produktionsbetrieb geliefert, der daraus die Jacke konfektioniert. Sowohl am Firmensitz in Tettnang als auch bei den Produktionsbetrieben hat VAUDE bereits hohe Umwelt- und Sozialstandards umgesetzt. Nun geht man als Pionier einen Schritt weiter und setzt sich auch bei den Lieferanten in den vorgelagerten Stufen, bspw. der Spinnerei, Weberei oder Färberei für nachhaltige Ziele ein. VAUDE engagiert sich damit freiwillig für noch mehr Transparenz in der gesamten globalen Lieferkette und ist überzeugt davon, dass Unternehmen einen positiven Beitrag leisten können und sollten, um diese Herausforderung zu bewältigen.


VAUDE fördert Umweltmanagement in der Lieferkette

Auf die Produktionsprozesse der vorgelagerten Fertigungsstufen kann man als Hersteller momentan kaum Einfluss nehmen, da keine direkte Geschäftsbeziehung mit den Zulieferern besteht. Die Fertigungsschritte in diesem Teil der Lieferkette sind aber oft sehr ressourcenintensiv und umweltbelastend. Daher ist es VAUDE ein wichtiges Anliegen, auch hier für saubere Herstellungsprozesse und sichere Arbeitsplätze zu sorgen und Umweltverschmutzung vor Ort zu vermeiden.


Pilotprojekt Lieferkette - Workshop in Taiwan

Bereits im Herbst 2015 wurde deshalb das Pilotprojekt „Environmental Stewardship in the Supply Chain“ ins Leben gerufen. In den nächsten zwei Jahren werden die wichtigsten Zulieferer in Asien mit Hilfe von externen Experten zum Thema Umweltmanagement und Sozialstandards geschult. Dabei sollen Wissen und Erfahrungen geteilt und die Menschen vor Ort befähigt werden, selbstständig eine nachhaltige Entwicklung weiterzutreiben.

 
 
Antje von Dewitz

Antje von Dewitz, VAUDE Geschäftsführerin

»Nachdem wir erreicht haben, dass in der Produktionsstufe 1 fair und umweltfreundlich gearbeitet wird, setzen wir uns nun dafür ein, dass auch alle Zutaten für unsere Produkte konsequent umweltschonend und fair hergestellt werden. Das ist eine gewaltige Aufgabe, die wir nun im Rahmen des Pilotprojekts in der Praxis angehen.«

 
 

Hilfe zur Selbsthilfe

Pilotprojekt Lieferkette - Workshop in Taiwan

Das Projekt stößt bei einem Großteil der Materiallieferanten auf positive Resonanz. Dank der freiwilligen Beteiligung der Zulieferer sind bereits 80% des Volumens an Hauptmaterialien und Futterstoffen, welche VAUDE verarbeitet, abgedeckt. Ziel ist es, das Projekt in den nächsten Jahren auf alle Materiallieferanten auszurollen.


 
 
Bettina Roth

Bettina Roth, Leiterin Qualitäts- und Chemikalienmanagement bei VAUDE

»Wenn die Lieferanten ein Verständnis und ein Bewusstsein für die Schadstoffvermeidung und den Umweltschutz entwickeln, setzen sie dies nach unserer Erfahrung auch gründlich um. Das ist ein langfristig angelegter, nachhaltiger Ansatz, der viel besser funktioniert als die reine Kontrolle der Produkte.«

 
 

Doch damit ist es noch nicht genug: Als Gründungsmitglied des „Bündnisses für nachhaltige Textilien“ fungiert VAUDE im Rahmen dieses Projekts auch als Best Practice Beispiel, das Impulse für die ganze Textilindustrie setzen könnte.



Stakeholder-Workshop bei VAUDE

Stakeholder-Workshop bei VAUDE

Im September 2016 lud VAUDE Experten aus der Politik, der Outdoor-Branche, der Forschung sowie Fachjournalisten ein, um sich mit ihnen zu diesem Projekt auszutauschen. Mit dabei waren Vertreter des Bundesumweltministeriums, des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), des Branchenverbands European Outdoor Group und des Bundesverbands der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI).


 
 
Nicole Espey

Nicole Espey, Geschäftsführerin des BSI

»Dieses Projekt zeigt genau auf, wo die Knackpunkte in der Lieferkette liegen, nämlich beim Aufbau von Bewusstsein und Kompetenz in Fernost. Dieses Thema sollten wir in der Branche gemeinsam anpacken. Dass VAUDE hier vorausgeht, verdient große Anerkennung.«

 
 
 
 
Yvonne Veth

Yvonne Veth, Investmentmanagerin der DEG

»Die Kombination von Wissenstransfer und Sensibilisierung für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen halten wir für wegweisend, um die Arbeitsbedingungen in einer der größten und wichtigsten Branchen in Entwicklungsländern zu verbessern. Wir freuen uns, VAUDE bei diesem Pilotprojekt zu begleiten.«

 
 
 
 

Pilotprojekt Lieferkette - Workshop in Taiwan

Bilderstrecke
Pilotprojekt Lieferkette - Workshop in Taiwan
Pilotprojekt Lieferkette - Workshop in Taiwan
Pilotprojekt Lieferkette - Workshop in Taiwan
Pilotprojekt Lieferkette - Workshop in Taiwan
 
 

Stakeholder-Workshop bei VAUDE

Bilderstrecke
Stakeholder-Workshop bei VAUDE
Stakeholder-Workshop bei VAUDE
Stakeholder-Workshop bei VAUDE
Stakeholder-Workshop bei VAUDE
Stakeholder-Workshop bei VAUDE
Stakeholder-Workshop bei VAUDE
Stakeholder-Workshop bei VAUDE
Stakeholder-Workshop bei VAUDE
 
 
Nominiert für den CSR-Preis der Bundesregierung

VAUDE ist unter anderem in der Sonderpreiskategorie „Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“ für den renommierten CSR-Preis der Bundesregierung nominiert.
Die Preisträger werden am 24. Januar 2017 in Berlin ausgezeichnet.


Mehr dazu hier

Umweltmanagement System in der Lieferkette
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