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Nachhaltigkeitsbericht 2021
veröffentlicht am 01.08.2022

Das Beste für Dein Produkt: Funktion mal Verantwortung

Mit unserer VAUDE Material Policy verpflichten wir uns freiwillig, auf umstrittene Technologien und Materialien zu verzichten. Besser für Dich und die Natur!

Performance meets Ecology

Deine VAUDE-Produkte sollen dir draußen zuverlässig Schutz vor Hitze und Kälte, Wind, Regen und Sonne bieten und dir Naturgenuss und sportliche Höchstleistungen erleichtern. Sie sollen dich viele Jahre lang beim Sport in der Natur begleiten.


Wir wählen die Materialien für unsere Produkte sorgfältig aus, damit du das beste Produkt für deinen Einsatzbereich bekommst. VAUDE-Materialien vereinbaren beste Qualität mit technischer Performance und ökologischer Verantwortung.



Freiwillig konsequent streng

Die Nachhaltigkeit Deines VAUDE-Produktes beginnt schon bei der ersten Produktidee unserer Designer. Sie entscheiden, mit welchen Materialien und Technologien gearbeitet wird. Durch die Wahl eines umweltfreundlichen Materials, lässt sich auch der ökologische Fußabdruck deines Produkts klein halten. Dieser gibt beispielsweise an, wie viel Emissionen bei der Herstellung des Produkts entstehen.


Hinter den Kulissen verpflichtet sich VAUDE dazu, immer die beste (also umweltfreundlichste) Technologie anzuwenden, auf umstrittene Technologien und Materialien ganz zu verzichten und eine größtmögliche Nachverfolgbarkeit aller Materialien zu ihrem Ursprung zu gewährleisten.


In der VAUDE Material Policy regeln wir, welche Materialien bei uns erlaubt sind und welche Bedingungen bei Rohstoffgewinnung, Anbau und Verarbeitung eingehalten werden müssen.


Konsequent streng bedeutet auch, dass wir bei Naturmaterialien, die aus Umwelt- oder Tierschutz-Sicht kritisch sein könnten, auf eine möglichst große Transparenz achten. Das heißt, wir prüfen ganz genau ab, woher die Wolle, Daune und Baumwolle kommt, ob sie unseren in der Material Policy definierten Anforderungen entsprechen und nach den von uns geforderten Standards zertifiziert sind. Beispielsweise verwenden wir nur Daune, die nach dem Responsible Down Standard zertifiziert ist. Mehr Infos dazu findest Du hier

 
 

Vorsorgeprinzip: Keine bösen Überraschungen

Während manch Mitbewerber z. B. auf Nanotechnologie setzt oder fluorhaltige Imprägnierungen immer noch breit einsetzt, arbeiten wir bei VAUDE nach dem Vorsorgeprinzip: Bis eine Technologie wissenschaftlich zweifelsfrei als ungefährlich eingestuft wird, lassen wir die Finger davon. 


Wir halten uns dabei an die Empfehlungen von unabhängigen Experten – z. B. das Bundesamt für Risikobewertung BfR oder das Umweltbundesamt, Hochschulen oder Organisationen der Zivilgesellschaft wie unseren Kooperationspartner WWF Deutschland


Für unseren Geschmack hat die Industrie zu oft vermeintliche Innovationen auf den Markt gebracht, ohne vorab die Risiken ausreichend zu bewerten. Tauchen später Schäden für Gesundheit oder Natur auf, ist die böse Überraschung da. Aktuelles Beispiel: die Fluorcarbon-Technologie für wasserabweisende Materialien. Was daran schädlich ist und warum VAUDE aussteigt?
Hier gibt´s mehr Infos.

Spagat für Produktentwickler

Die strengen Maßstäbe, die wir in unserer VAUDE Material Policy anlegen, spiegeln sich auch in unserer Green Shape Produktphilosophie wider – siehe dazu „Respekt für Mensch und Natur".


Für unsere Produktentwickler sind diese Vorgaben ein täglicher Spagat: Häufig kosten nachhaltigere Materialien mehr, sind schwieriger zu beschaffen oder funktionieren anders bei der Verarbeitung oder Nutzung. 

 
 

Von A wie Abholzung bis Z wie Zerstörung von Habitaten– alle Umweltauswirkungen werden betrachtet

Durch die Überarbeitung unserer Green Shape Produktphilosophie zur S22 Kollektion, haben wir auch unsere VAUDE Material Policy überprüft und und überarbeitet.


Im neu entstandenen Dokument gibt es einige Neuerungen:
Wir haben generell für alle Materialien gültige Statements bezüglich biobasierter Kunststoffe, Gentechnik, Recycling, der Verarbeitung von fossilen Rohstoffen, biogenen Kunststoffen sowie Nanotechnologie verfasst. Desweitern wurden für jedes Material, das von uns derzeit verwendet wird oder potenziell verwendet werden könnte, die Umweltaspekte standardisiert erfasst sowie eine Betrachtung der Kreislauffähigkeit verfasst. Zusammenfassend wurde eine Handlungsanweisung mit Restriktionen zur Verwendung bei VAUDE formuliert.


Um eine einheitliche und insbesondere ganzheitliche Umweltbetrachtung der Materialien zu erreichen, haben wir unter anderem eine fundierte, wissenschaftliche Methode herangezogen. Wir betrachten jedes einzelne Material ganzheitlich und analysieren dessen Auswirkungen anhand der Planetaren Grenzen. Zu den Planetaren Grenzen, also den Belastbarkeitsgrenzen der Erdsysteme zählen u.A.


  • Klimawandel
  • Sauberes Wasservorkommen
  • Landnutzungswandel
  • Biodiversitätsverlust
  • Chemische Verschmutzungen
  • Eutrophierung


Weitere Infos zu den planetaren Belastbarkeitsgrenzen findest du hier


Die Planetaren Grenzen bilden zusammen mit den Kriterien des MSI, dem Material Sustainability Index, des HIG Index, die Grundlage für die in der Material Policy neu enthaltenen Eco Aspects. Diese haben wir für unterschiedliche Materialien, die wir im Einsatz haben, definiert. Die Eco Aspects betrachten Umweltauswirkungen unserer Materialien und ermöglichen Designern und Produktentwicklern einen Überblick über die Nachhaltigkeit der Materialien und zudem eine Möglichkeit zum Vergleichen der Materialien untereinander.


Zur End of Life Betrachtung der Materialien haben wir Bewertungskriterien bezüglich praktischer Recyclingfähigkeit sowie zur biologischen Abbaubarkeit definiert und zu Grunde gelegt.

Aus diesen Aspekten ergeben sich die Handlungsanweisungen pro Material. Beispielsweise darf nur zertifizierte Biobaumwolle und keine konventionelle Baumwolle verwendet werden.

Du findest einen Auszug unserer neu überarbeiteten Material Policy rechts im Download Bereich. Die Bewertung für Polyester und Baumwolle ist freigegeben. Die Bewertung der anderen Materialien ist derzeit noch VAUDE intern.

 
 

Unsere Ziele zum Einsatz von recycelten oder biobasierten Materialien sind ambitioniert

Die Verarbeitung von fossilen Rohstoffen kann große Schäden in der Umwelt anrichten. So kann es bei der Gewinnung von Erdöl zu Kontaminationen des Bodens oder naheliegenden Gewässern kommen. Zudem werden große Mengen an Treibhausgasemissionen frei, da die Gewinnung sehr energieintensiv ist. Weitere Umwelteinflüsse können schon vor Beginn der Gewinnung entstehen, wenn die Förderung am Standort des Erdölvorkommens vorgenommen wird und eine Infrastruktur aufgebaut werden muss. Des Weiteren kann bei Leckagen an Förderrohren das starke Treibhausgas Methan entweichen. Aufgrund der aufgezählten Risiken und weil sich VAUDE zum Prinzip der Kreislaufwirtschaft bekennt, wollen wir vorrangig recycelte oder biobasierte Kunststoffe einsetzten.


Unser konkretes Ziel lautet:

Bis 2024 sollen 90% aller VAUDE Produkte einen recycelten oder biobasierten Materialanteil von mehr als 50% haben.

Unsere Produktentwicklung arbeitet mit Hochdruck daran, dieses Ziel zu erreichen.

Wie sich der Einsatz von recycelten und biobasierten Materialien auf unsere Klimabilanz auswirkt, findest du hier.



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Diese Grafik enthält die wichtigsten Materialien, die VAUDE im Berichtsjahr zur Herstellung der Produkte verbraucht hat (über PLM erfasste nominierte Fabrics, ausgewählte Trims/Local Materials, nach Gewicht, ohne Schuhe). Die Datenbasis wird von Jahr zu Jahr um weitere Materialien erweitert, deshalb sind die Werte nicht direkt vergleichbar. Die dargestellten Mengen entsprechen im Jahr 2021 98 %, im Jahr 2020 67 %, des gesamten Materialverbrauchs.

Wie sich der Einsatz von recycelten und biobasierten Materialien auf unsere Klimabilanz auswirkt, findest du hier


 
 

Deine Entscheidung zählt!

Du kannst mit deiner Kaufentscheidung selbst dazu beitragen, dein Produkt umweltfreundlicher zu machen:
  • Wasserabweisung ohne Fluorchemie: Entscheide dich für ein umweltfreundlicheres Produkt – ohne Kompromisse in der Funktion! Wie das geht? Hier erfährst du mehr. 
  • Wenn Baumwolle, dann Bio! Damit sorgst du für deutlich weniger Umweltschäden als beim Anbau konventioneller Baumwolle, da weniger Chemikalien und weniger Wasser benötigt werden. Mehr dazu hier: „Bio-Baumwolle besser für Mensch und Natur“.
  • Recycelte Materialien reduzieren Rohstoff-, Energieverbrauch und CO2, aber nicht die Funktionalität! Mehr dazu unter „Neuer Stoff aus alten Fischernetzen“.
  • Systematisch besser: Mit Hilfe des bluesign® systems spart VAUDE bei der Verarbeitung von Polyester und Polyamid Rohstoffe, Energie, Wasser, Abwasser, Abfälle und Chemikalien ein. 
 
 

Saubere Lieferkette. Gutes Gewissen inklusive.

Mit den VAUDE Green Shape Kriterien setzen wir Maßstäbe für umweltfreundlichere Produkte für die gesamte Branche. Nachmachen ausdrücklich erwünscht!


Transparenz über die Lieferkette ist wichtig, fehlt aber in der Textilproduktion oft noch an allen Ecken und Enden. Wir arbeiten deshalb aktiv im Bündnis für nachhaltige Textilien der Bundesregierung mit, sowie an der Entwicklung des Higg Index . Mit dieser internationalen Datenbank werden Umwelt- und Sozialaspekte gemessen und ausgewertet. Mehr dazu hier

 
 

VAUDE Materiallieferanten nach Anzahl und Anteil je Land

VAUDE Materiallieferanten
 
 
Stoff- und Zutatenlieferanten werden separat ausgewiesen. Stofflieferanten werden mit einer Stoffrolle dargestellt, Zutatenlieferanten mit Knöpfen, welche symbolisch für alle Zutaten wie Knöpfe, Reißverschlüsse, Bänder und Rückenplatten stehen.
Stoff- und Zutatenlieferanten werden separat ausgewiesen. Stofflieferanten werden mit einer Stoffrolle dargestellt, Zutatenlieferanten mit Knöpfen, welche symbolisch für alle Zutaten wie Knöpfe, Reißverschlüsse, Bänder und Rückenplatten stehen.


Wir helfen unseren Lieferanten, umweltfreundlicher zu arbeiten: Mit dem VAUDE Vendor Management und den VAUDE Vendor Clubs Supply Chain Hier gibt´s mehr Infos.


Mensch und Umwelt Hand in Hand: Als Fair Wear Foundation Mitglied mit Leader Status sorgen wir für faire Arbeitsbedingungen. Mehr dazu hier



GRI:   301-1
Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen
GRI:   301-2
Anteil Recyclingmaterial
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