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Nachhaltigkeitsbericht 2015
veröffentlicht am 13.07.2016

Um die halbe Welt – und trotzdem umweltfreundlich

VAUDE Produkte reisen vor allem mit großen Containerschiffen und mit der Bahn von ihrem Produktionsort bis zu uns ans Lager.

Nur wenige Emissionen durch Transport per Schiff

Wir leben und arbeiten in einer globalisierten Welt. Unsere Produkte legen weite Wege zurück und verursachen Emissionen, bevor sie beim Kunden ankommen.

Die bei weitem größte Menge unserer Produkte reist die meisten Kilometer per Containerschiff und Bahn. Auf das einzelne Produkt bezogen werden so nur sehr wenige Emissionen verursacht.


Öffentliche Meinung zu Seefrachten

In der öffentlichen Wahrnehmung haben die Transportwege von in Asien produzierten Produkten allerdings eine höhere Relevanz. Viele Menschen denken, dass der Transport „um die halbe Welt“ erhebliche Umweltschäden anrichtet. Um auf diese Einschätzung einzugehen, berichten wir hier ausführlich über den Aspekt Transport.


Transportetappen der Produkte

Vor- und nachgelagerte Transporte entstehen in erster Linie durch die Anlieferung von im Auftrag von VAUDE produzierten Waren an das Lager in Tettnang. Und die Auslieferung an unsere Kunden.
VAUDE-Produkte legen drei größere Transport-Etappen zurück:


  • Transport der Komponenten und Materialien zu den Produzenten
  • Transport der Produkte vom Produzenten zu VAUDE
  • Transport der Produkte von VAUDE zum Kunden


Außerdem entstehen Emissionen durch die Anlieferung sämtlicher am Standort Tettnang-Obereisenbach benötigter Verbrauchsmaterialien für die dortige Taschenproduktion und die übrigen Unternehmensbereiche: Stoffe, Schnallen, Verpackungsmaterialien, Baustoffe für die Werkstatt, Papier, Möbel, Kaffee, ….


Weg der Materialien zu den Produzenten

Auf den Transport der Materialien von den verschiedenen Vorlieferanten zu unseren Auftrags-Konfektionären haben wir bisher leider noch keinen Einfluss. Wir helfen unseren Produktionsbetrieben dabei, Zulieferer möglichst in ihrer Nähe zu finden und wollen darauf hinwirken, dass häufiger moderne, emissionsarme Transportmittel eingesetzt werden. Daten hierzu liegen uns allerdings bisher nicht vor.


Großteil der Produkte kommt per Schiff

Der Großteil der Produkte, die in Europa verkauft werden, wird mit dem Schiff vom asiatischen Produzenten bis nach Hamburg transportiert. Vom Hafen Hamburg werden die Produkte mit der Bahn bis Ulm und von Ulm mit LKW weiter nach Tettnang-Obereisenbach transportiert.


„Anreise“ per Schiff

Der Schiffstransport je Tonne Fracht verursacht kaum Emissionen, selbst wenn die Reise um die halbe Welt geht.

Der Transport per Schiff und Bahn ist ökologisch am sinnvollsten. Wo es zollrechtlich und organisatorisch möglich ist, wird die Ware direkt vom Produzenten ohne Umwege ins Zentrallager von Großkunden oder in das Empfängerland geliefert, zum Beispiel zu unseren Kunden innerhalb Asiens – siehe dazu auch „Unsere Märkte“.

Dennoch sind Luftfrachten manchmal erforderlich, um die Ware pünktlich an unsere Kunden liefern zu können. Manchmal sind leider auch organisatorische Probleme der Grund dafür. Diese versuchen wir abzustellen, damit Luftfrachten wirklich die absolute Ausnahme bleiben – schon allein aus Kostengründen.

Kompensation der Emissionen mit myclimate

Alle relevanten Logistik-Daten werden jährlich direkt von den Speditionen erfasst und ausgewertet. In unserer jährlichen Klimabilanz werden von der Organisation myclimate auch sämtliche Emissionen berechnet, die durch Transporte verursacht wurden. Auf diesem Weg können wir die Entwicklung der Transporte und der dadurch verursachten Emissionen über mehrere Jahre bewerten – siehe dazu auch „Treibhausgas-Emissionen im Detail“.

Um die Transportwege unserer Produkte im Hinblick aufs Produktionsland und dafür verwendete Transportmittel ökologisch objektiv bewerten zu können, haben wir myclimate berechnen lassen, welches unserer Anliefer-Szenarien welche Emissionen verursacht. Die Ergebnisse haben unsere Einschätzung bestätigt.


Emissionen per Tonne Fracht

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Geringe Transport-Emissionen pro Produkt

Diese Grafik macht sehr deutlich, dass die Emissionen der Seefracht bezogen auf das einzelne Produkt, das ja nur einen winzigen Bruchteil einer Frachttonne wiegt, sehr gering sind. Sobald Produkte allerdings geflogen werden, entstehen hohe Emissionen.


Bahn ist umweltfreundlicher als LKW

Wir arbeiten in einem langfristig angelegten „Green Logistics“-Projekt daran, gemeinsam mit unseren Logistik-Dienstleistern alle VAUDE Waren-Transporte unter Nachhaltigkeits- und Emissions-Gesichtspunkten weiter zu optimieren.


Produkte von VAUDE zum Kunden

Durch unser eigenes Lager in Tettnang-Obereisenbach haben wir hohen Einfluss auf diesen Umweltaspekt. Die Abläufe hier sind durch modernste Technik schon weitestgehend optimiert: Der Versand aus dem Zentrallager Obereisenbach an unsere Kunden (Fachhändler) erfolgt packvolumen-optimiert und gesammelt per LKW – siehe dazu auch „Emissionen kompensiert“.


Verbesserte Datenbasis der Logistik Dienstleister

Im Großen und Ganzen halten wir unsere Warentransporte aus der Nachhaltigkeits-Perspektive betrachtet für akzeptabel. „Leitplanken“ im Sinne von Transparenz über Umweltauswirkungen und Handlungsbedarfe geben uns hierfür die Plausibilitätsprüfungen aus der EMAS-Zertifizierung und der Klimabilanz, die myclimate jährlich aus allen Umwelt-Daten für VAUDE erstellt.

Die Datenqualität der Logistikdienstleister hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Allerdings erschweren die unterschiedlichen Methoden der Dienstleister zur Erhebung der Daten nach wie vor das Zusammenführen und Bewerten der Daten.

Durch Kompensationszahlungen an myclimate ist die Waren-Logistik für alle Produkte, die VAUDE in Tettnang-Obereisenbach herstellt, klimaneutral: die Anlieferung aller Materialien, der interne Transport ins Lager und der Versand der Produkte an den Fachhandel. Der Anteil andernorts produzierter Artikel ist allerdings erheblich höher – und noch nicht klimaneutral. Dies bleibt eine Herausforderung für die kommenden Jahre.

GRI:   G4-EN4
Energieverbauch außerhalb der Organisation
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