EN
Suche
Bericht durchsuchen
 
Nachhaltigkeitsbericht 2016
veröffentlicht am 01.08.2017

Im konstruktiven und aktiven Dialog

Der Austausch mit unseren Stakeholdern bringt uns Anregungen, wie wir unser Unternehmen weiter verbessern können und gibt uns die Möglichkeit, unsere Stakeholder in die werteorientierte VAUDE Gemeinschaft einzubeziehen.

Gemeinsam finden wir die beste Lösung

Wir sind grundsätzlich offen und interessiert an einem konstruktiven Austausch mit unseren Stakeholdern auf Augenhöhe. Denn wir glauben daran, dass wir gemeinsam mehr bewegen können als alleine. Daher gehen wir bei wichtigen Themen und Anliegen in den Dialog mit unseren Anspruchsgruppen.


»Wir wollen durch den aktiven Dialog mit unseren Stakeholdern lernen und diese in die werteorientierte Gemeinschaft VAUDE aktiv einbeziehen.«

Lisa Fiedler, Unternehmensentwicklung und Nachhaltigkeit

Aus dem Dialog mit unseren Anspruchsgruppen haben wir wertvolle Erkenntnisse gezogen, wie wir unser Unternehmen verbessern können – ein Beispiel:


Vier Pfoten setzt sich gegen die Verwendung von Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast ein. VAUDE hat eine klare Selbstverpflichtung: Wir verwenden ausschließlich Daune von geschlachteten Tiere.


Ausgelöst durch die Kampagne haben wir festgestellt, dass wir leider bis zu diesem Zeitpunkt trotzdem keine 100-prozentige Kontrolle über die Bedingungen gewährleisten konnten. Wir sind in einen intensiven Austausch mit NGOs, Lieferkette und Mitbewerbern gegangen und haben ab der Sommerkollektion 2016 eine unabhängige Organisation damit beauftragt, die gesamte Lieferkette unserer Daunen zu auditieren (siehe dazu auch „Federleichte Wärmespeicher – Wunder der Natur“).

Du willst wissen, mit wem wir im Austausch sind und welche Dialogformate es bei uns gibt? Dann lies weiter…


Austausch und Weiterentwicklung mit internen Stakeholdern

Unsere Mitarbeiter sind unsere wichtigste Ressource. Deshalb haben wir einen systematischen Dialog auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Formaten aufgebaut.
  • Im Quartalsaustausch tauschen wir uns regelmäßig mit unseren Führungskräften zu strategischen Themen und Planung aus.
  • Einmal im Jahr führen wir einen interaktiven Unternehmenstag durch, an dem wir über die aktuellen Themen informieren und uns austauschen.
  • 2016 haben wir eine Mitarbeitervertretung gewählt. Fünf gewählte Mitarbeiter sind nun aktives Bindeglied zwischen den Mitarbeitern und der Geschäftsleitung und tauschen sich anlassbezogen aus.
  • Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern entwickeln wir unsere Organisation weiter. Umstrukturierungen werden nicht top-down, sondern unter Beteiligung der Betroffenen entwickelt und umgesetzt. Mehr dazu – „Vertrauenskultur
  • Für 2017 planen wir einen interaktiven Workshop mit interessierten Mitarbeitern zur Weiterentwicklung unserer Personalstrategie.
  • Zweimal im Jahr findet ein strategischer Austausch mit den Gesellschaftern im Rahmen der Gesellschafterversammlung statt – mehr dazu „Antje von Dewitz an der Spitze

Interaktiver Dialog mit dem Fachhandel

Unsere Kunden, der Fachhandel, sind unser wichtigster Multiplikator und Sprachrohr zum Konsumenten. Mit dem Green Shape Campus und dem Händlerfrühstück haben wir ein systematische Austauschformate mit Fachhändlern aufgebaut.

2016 haben wir 123 Verkäufer im Handel im Green Shape Campus in Nachhaltigkeitsthemen geschult und uns über das Nachhaltigkeitsengagement von VAUDE ausgetauscht. Die Ergebnisse des Dialogs werden über das Nachhaltigkeitsteam ins Unternehmen getragen und bearbeitet.


Inhalte des Green Shape Campus:

Nachhaltige Produkte und ihre Bedeutung für den Handel

  • Komplexe Produkte, globale Lieferkette
  • Grüne Materialien und Technologien, z. B. Recycling-Materialien, fluorcarbon-freie DWR, Daune
  • Gute Arbeitsbedingungen in Asien – wie geht das?
  • Die Fair Wear Foundation und das Prinzip gemeinsamer Verantwortung
  • Klimawandel und Klimaschutz – was geht uns das an...... und wie bringe ich das alles dem Kunden rüber?


VAUDE – der umweltfreundliche Outdoorausrüster

  • Der „grüne Faden“ bei VAUDE: Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell
  • VAUDE Green Shape: umweltfreundliche, funktionelle Produkte aus nachhaltigen Materialien.
  • Qualität mit System und Labor
  • Langlebigkeit der VAUDE-Produkte: vom Produktdesign über Wartung und Pflege bis 2nd Hand und Reparaturservice
  • Made in Germany: die VAUDE Manufaktur


Dialogworkshop

  • Wie können wir gemeinsam das Thema Nachhaltigkeit erfolgreich und glaubwürdig im Fachhandel kommunizieren?
  • Wie schätzt Ihr das Nachhaltigkeitsengagement von VAUDE ein und welche Erwartungen habt Ihr diesbezüglich an VAUDE?

2016 haben wir darüber hinaus zwei Nachhaltigkeitsfrühstücke mit Fachhändlern veranstaltet. Wir haben gemeinsam erarbeitet, wie wir Nachhaltigkeit erfolgreich und glaubwürdig im Fachhandel kommunizieren können. Die wesentlichen Anregungen aus dem Austausch fließen als Impulse in unsere Nachhaltigkeitskommunikation ein.

Der direkte Draht zum Konsumenten

Die Bedürfnisse und Wünsche der Konsumenten sind für unsere Weiterentwicklung extrem wertvoll. Deshalb setzen wir auf den direkten Kontakt mit ihnen.

Feedback zum Nachhaltigkeitsbericht

Bereits zum dritten Mal haben wir die Leser zu unserem Bericht (Berichtsjahr 2013, 2014, 2015) befragt. Die gewonnenen Erkenntnisse haben wir bei der Erstellung dieses Berichts (Berichtsjahr 2016) berücksichtigt.
Insgesamt 50 komplette Antwortsätze konnten wir berücksichtigen. Rund 96 % der Befragten bewerten unseren Nachhaltigkeitsbericht als gut bis sehr gut.


Wie findest Du unseren Nachhaltigkeitsbericht?

Create your own infographics

Welche Themen sind für dich am interessantesten?

Create your own infographics

Deine Einschätzung der Gestaltungselemente unseres Berichts

Create your own infographics

Folgende Verbesserungsvorschläge haben die Befragten genannt:


  • Kürzere Fließtexte
  • Mehr Grafiken und Videos
  • Übersichtlichere Struktur und Gliederung


Diese haben wir bei der Erstellung dieses Berichts berücksichtigt.


Voice of Consumer

2016 haben wir zudem das interne Projekt „Voice of Consumer“ (dt. Stimme der Konsumenten) gestartet. Ziel ist es, den Austausch mit dem Konsumenten zu systematisieren und mögliche Handlungsfelder zu identifizieren. Durch den Austausch mit den Konsumenten möchten wir mehr über die Bedürfnisse und Wünsche der Konsumenten erfahren. Auch Hinweise für die Optimierung unserer Produkte nehmen wir gerne auf. Mehr dazu „Kundenzufriedenheit als höchstes Ziel“.


2016 haben wir eine interne Befragung in allen relevanten Abteilungen durchgeführt und Handlungsfelder definiert. Mit der Umsetzung dieser beginnen wir in 2017.


E-Mail und Telefon für alle offen

Du kannst dich per E-Mail oder auch telefonisch direkt an den VAUDE -Service wenden. Die Telefonnummer ist: + 49 (0) 7542 5306-0.

Treten hier oder im Handel Fragen, Unklarheiten oder Beschwerden auf, die die Vertriebsmitarbeiter nicht selbst beantworten können, werden sie an das VAUDE CSR-Team weitergeleitet. Der jeweils mit dem Thema befasste Mitarbeiter prüft den Sachverhalt und antwortet entweder dem Kunden direkt oder gibt die Antwort an die Vertriebskollegen weiter.


Dialog auf Augenhöhe mit Produzenten und Lieferanten

Wir sind im engen Austausch mit unseren Produzenten, vor allem zu sozialen Themen. Wir arbeiten daran, den Dialog zu Umweltthemen mit Produzenten und Materiallieferanten aufzubauen.

In der Lieferkette haben wir bisher nur für soziale Themen systematische Beschwerdemechanismen installiert – mehr dazu „Beschwerdesystem“. Umweltthemen können über diesen Kanal ebenfalls thematisiert werden, allerdings ist das Bewusstsein der Mitarbeiter in der Lieferkette bislang dafür leider noch nicht sehr ausgeprägt.

Hier haben wir noch Handlungsbedarf: In der Lieferkette steht die Sensibilisierung sowohl des Managements als auch der Mitarbeiter der einzelnen Betriebe zu Umweltthemen an erster Stelle. Für uns wäre es wertvoll und hilfreich, mögliche Beschwerden aus den produzierenden Betrieben von Ortsansässigen, Mitarbeitern der Betriebe oder auch NGOs direkt zu erfahren.


In einem Pilotprojekt führen wir aktuell ein Umweltmanagementsystem bei verschiedenen Lieferanten ein. Im Rahmen dieses „Environmental Stewardship Program“ werden die Lieferanten auch zu diesen Themen geschult.


Konstruktiver Austausch mit Experten, Politik, Banken und Initiativen

In den letzten beiden Jahren haben wir einen systematischen Dialog mit externen Stakeholdern aufgebaut. Für das Jahr 2016 zählen dazu insbesondere das VAUDE Greenpeace Detox Commitment und die Dialogwerkstatt mit Umweltexperten zum Thema Umweltmanagement in der Supply Chain.
  • In den letzten Jahren haben wir ein dichtes Netzwerk zu Nichtregierungs-Organisationen (NGO) und Initiativen aufgebaut, mit denen wir einen regen Austausch pflegen. So zum Beispiel mit Greenpeace zum Thema chemiefreie Bekleidung. Das schützt uns aber nicht davor, gelegentlich auch öffentlich kritisiert zu werden. Das ist zwar nicht besonders angenehm, aber letztendlich vertreten die meisten NGO berechtigte Anliegen. Im Dialog versuchen wir gemeinsam auszuloten, wo VAUDE ansetzen sollte, um Verbesserungen zu erreichen. Einen großen Meilenstein haben wir mit dem VAUDE Greenpeace Detox Committment 2016 erreicht.

  • 2016 haben wir eine Dialogwerkstatt mit Vertretern aus unseren Umwelt Stakeholder-Gruppen zum Thema Umweltmanagement in der Supply Chain durchgeführt und unser Pilotprojekt mit den Experten evaluiert. Mit dabei waren Vertreter des Bundesumweltministeriums, des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), des Branchenverbands European Outdoor Group und des Bundesverbands der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI). Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung des Projekts ein – mehr dazu „Lieferanten als Partner“.

 
 

»Dieses Projekt zeigt genau auf, wo die Knackpunkte in der Lieferkette liegen, nämlich beim Aufbau von Bewusstsein und Kompetenz in Fernost. Dieses Thema sollten wir in der Branche gemeinsam anpacken. Dass VAUDE hier vorausgeht, verdient große Anerkennung.«

Nicole Espey, Geschäftsführerin des BSI

»Die Kombination von Wissenstransfer und Sensibilisierung für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen halten wir für wegweisend, um die Arbeitsbedingungen in einer der größten und wichtigsten Branchen in Entwicklungsländern zu verbessern. Wir freuen uns, VAUDE bei diesem Pilotprojekt zu begleiten.«

Yvonne Veth, Investmentmanagerin der DEG

Stakeholder-Workshop bei VAUDE

  • Die VAUDE Geschäftsführung tauscht sich jährlich mit dem Tettnanger Gemeinderat über den Einfluss von VAUDE am Standort Tettnang-Obereisenbach aus – siehe dazu “Durch Engagement Mehrwert schaffen“.
  • Die Geschäftsleitung tauscht sich regelmäßig zu strategischen Themen mit unseren Banken aus.

Umfassende Stakeholder-Analyse als Dialoggrundlage

Für die Erstellung unseres ersten GRI-Berichtes 2013 haben wir eine umfassende Stakeholder-Analyse gemacht. Das interdisziplinäre und unternehmensübergreifende Team zur Erstellung dieses Berichts hat die jeweiligen Stakeholder-Gruppen identifiziert, ihre Kernanliegen herausgearbeitet sowie die Art ihres Einbezugs erfasst – siehe dazu „Wer sind unsere Stakeholder?“.

GRI:   G4-25
Nennen Sie die Grundlage für die Ermittlung und Auswahl der Stakeholder, die eingebunden werden sollten.
GRI:   G4-26
Nennen Sie den Ansatz der Organisation zur Einbindung von Stakeholdern einschließlich der Häufigkeit der Einbindung nach Art und Stakeholdergruppe und geben Sie an, ob eine Einbindung vor allem in der Phase der Berichtsvorbereitung erfolgt ist.
GRI:   G4-27
Nennen Sie die wichtigsten Themen und Anliegen, die durch die Einbindung der Stakeholder aufgekommen sind, und wie die Organisation auf jene wichtigen Themen und Anliegen reagiert hat, einschließlich durch ihre Berichterstattung. Nennen Sie die Stakeholdergruppen, die die wichtigen Themen und Anliegen jeweils angesprochen haben.
GRI:   G4-EN34
Anzahl der Beschwerden in Bezug auf Ökologische Auswirkungen, die über formelle Beschwerdeverfahren eingerichtet, bearbeitet und gelöst wurden.
GRI:   G4-DMA Beschwerdemechanismen hinsichtlich ökologischer Aspekte
Geben Sie an, warum der Aspekt wesentlich ist. Nennen Sie die Auswirkungen, die diesen Aspekt wesentlich werden lassen. Geben Sie an, wie die Organisation mit diesem wesentlichen Aspekt oder dessen Auswirkungen umgeht. Legen Sie die Beurteilung der efizienz des Managementansatzes dar, einschließlich der Verfahren für die Beurteilung der Effizienz des Managementansatzes; der Ergebnisse der Beurteilung des Managementansatzes; aller mit dem Managementansatz verbundenen Anpassungen.
Kontakt
Seite Teilen auf
Wer schreibt diesen Bericht?
Mehr erfahren