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Nachhaltigkeitsbericht 2016
veröffentlicht am 01.08.2017

Gemeinwohl-Ökonomie: Wirtschaften zum Wohle aller

Durch unsere Arbeit und unsere Produkte wollen wir einen Mehrwert für Dich und für die Natur schaffen. Deshalb sind wir als erstes Unternehmen der Outdoor-Branche Pionierunternehmen der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) und messen unseren Beitrag zum Gemeinwohl. Bereits zum zweiten Mal veröffentlichen wir eine auditierte Gemeinwohl-Bilanz.

Warum sind wir Mitglied der GWÖ?

Statement zur Gemeinwohl-Ökonomie von Antje von Dewitz, Geschäftsführerin VAUDE:

 
 

Wie schneidet VAUDE in der Gemeinwohlbilanz ab?

VAUDE veröffentlicht die zweite Bilanz nach dem neuen Standard 5.0 der GWÖ, der umfassender und strenger geworden ist. VAUDE erreicht eine Bilanzsumme von 631 Punkten auf einer Skala von -3.600 bis +1.000.

 
 

»VAUDE kann damit zu Recht als Vorzeigeunternehmen im Hinblick auf gelebte Gemeinwohlorientierung bezeichnet werden.«

Manfred Kofranek, GWÖ-Auditor (Auszug aus dem Auditbericht von VAUDE)
 
 

Auszug aus dem Auditbericht von VAUDE:

Insgesamt hat VAUDE trotz Überarbeitung nach der neuen, strengeren Gemeinwohl-Matrix 5.0 ein sehr gutes, und gegenüber dem Vorbericht noch weiter verbessertes Ergebnis erzielt.


Hervorzuheben sind dabei insbesondere:


  • Die Unternehmensphilosophie und –positionierung, die sich sehr stark am Thema Nachhaltigkeit orientieren.
  • Das, trotz geringer Marktmacht, vorbildliche Lieferant*innenmanagement mit strengen ökologischen und sozialen Kriterien und einer Überprüfung durch externe Prüfer. VAUDE erreicht hier einen Leader Status.
  • Die Investitionen und laufenden Ausgaben in ökologische Verbesserungen und andere Nachhaltigkeitsthemen.
  • Die etablierte Unternehmenskultur, die auf Wertschätzung und Offenheit beruht und in der auch ökologische Themen fest verankert sind.
  • Die laufenden Anstrengungen in Richtung Produktverbesserung um von problematischen Chemikalien, die im Outdoorbereich nicht ersetzbar erscheinen, unabhängig zu werden.
  • Die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung durch die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region, durch gute Kooperation mit NGOs und durch das politische Engagement des Unternehmens.
 
 

Was sagt die GWÖ-Bilanz aus?

Die Gemeinwohl-Bilanz misst unternehmerischen Erfolg nicht nur am Finanzgewinn, sondern an seinem Beitrag zum Gemeinwohl. Dazu zählen Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitentscheidung und Transparenz. Zielsetzung ist eine nachvollziehbare und glaubwürdige Einschätzung, wo sich ein Unternehmen im Hinblick auf das Gemeinwohl befindet. Im Gegensatz zu anderen Nachhaltigkeitsstandards, wie GRI oder EMAS, liefert die GWÖ-Bilanz nicht nur eine hohe Transparenz über alle Bereiche unternehmerischer Verantwortung, sondern auch eine qualitative und quantitative Bewertung.

Wir stimmen grundsätzlich mit der Vision der Gemeinwohlökonomie überein. Es gibt aber auch Indikatoren, bei denen wir uns für VAUDE entschieden haben, keine Maßnahmen zu ergreifen. Ein Beispiel dafür ist der Indikator C4.2 Legitimierung der Führungskräfte. Wir streben keine demokratische Wahl der Führungskraft an, wie es die Gemeinwohlökonomie vorschlägt.

 
 

»Die Gemeinwohl-Ökonomie ist für uns ein wichtiger Baustein in der Unternehmensführung und unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie wirkt intern als Wertekompass und zeigt unseren Kunden transparent den Beitrag von VAUDE zum Wohle von Mensch und Natur.«

Lisa Fiedler, Unternehmensentwicklung
 
 

Wie wird eine GWÖ-Bilanz erstellt und geprüft?

Die Bilanz wird zunächst als Selbsteinschätzung in einem GWÖ-Bericht erstellt. Anschließend werden die darin enthaltenen Angaben von einem externen GWÖ-Auditor geprüft und bewertet. Mit Hilfe eines Punktesystems gibt es einen direkten Vergleich zwischen der Selbsteinschätzung des Unternehmens und der Fremdeinschätzung des externen GWÖ-Auditors. Das Resultat wird im Audit-Bericht festgehalten. Im dazugehörigen Testat wird die Bilanzsumme öffentlich bekanntgemacht. Dadurch wird der Beitrag von Unternehmen zum Gemeinwohl direkt vergleichbar.

 
 

»VAUDE zeigt mit der nun vorliegenden zweiten Bilanz die Ernsthaftigkeit des Anliegens, die Wertorientierung in zahlreichen Feldern noch weiter zu vertiefen. Das ist vorbildlich, zumal im Textilsektor oft noch noch die Devise billiger, achtloser, kurzlebiger vorherrscht.«

Christian Felber, GWÖ-Gründer (Foto: Robert Gortana)
 
 

Antje von Dewitz zur GWÖ-Sprecherin gewählt

Im Mai 2017 wurde VAUDE Geschäftsführerin Antje von Dewitz auf der 5. Internationalen Delegiertenversammlung der GWÖ zur GWÖ-Sprecherin gewählt. Sie ist damit offizielle Botschafterin der GWÖ.


GWÖ-Bilanz als Standard für die Umsetzung der EU-CSR-Richtlinie 2014/95 in Deutschland

Ab dem 31. Dezember 2016 gilt in Deutschland die EU-Richtlinie zur Offenlegung von nicht-finanziellen und die Diversität betreffenden Informationen. VAUDE unterstützt gemeinsam mit anderen GWÖ-Unternehmen, dass die GWÖ-Bilanz als einer der Standards für die Umsetzung der EU-CSR Richtlinie 2014/95 in Deutschland verbindlich anerkannt wird.

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