EN
Suche
Bericht durchsuchen
 
Nachhaltigkeitsbericht 2017
veröffentlicht am 01.08.2018

Fokus Abwassermanagement

Industrieabwässer, die ungefiltert Flüsse und Bäche gelangen, belasten die Umwelt und die Nahrungsmittelkette. Deshalb führen wir Abwassertests bei unseren Lieferanten durch.

Giftige Abwässer bedrohen die ganze Erde

Die Abwässer aus der Textilherstellung stehen im Fokus der Detox-Kampagne von Greenpeace. Greenpeace wirft der Textilindustrie (und damit auch VAUDE) vor, für die Verschmutzung der Gewässer in China mit gefährlichen Chemikalien verantwortlich zu sein.
Dort verursachen giftige Abwässer und Klärschlämme gravierende Gesundheitsprobleme bei der ansässigen Bevölkerung. Darüber hinaus verbreiten sich giftige Substanzen über die globalen Wasserwege über die gesamte Erde.


VAUDE Greenpeace Detox Commitment

Abwasser ist für VAUDE ein wesentlicher Umweltaspekt, weil bei der Herstellung von VAUDE-Produkten in vielen vorgelagerten Prozessen Abwasser verursacht wird. Teilweise müssen Abwässer sogar als potenziell umwelt- und gesundheitsschädlich eingestuft werden.


Im VAUDE Greenpeace Detox Commitment haben wir uns dazu verpflichtet, jegliche Freisetzung von schädlichen Chemikalien in die Umwelt zu vermeiden.


Um das zu erreichen, haben wir ein ganzes Bündel von Maßnahmen beschlossen:


  • Volle Transparenz über unsere Lieferkette (Materialhersteller und Produzenten) – hier zum Download
  • Eine verbindliche Manufacturing Restricted Substance List (MRSL), die strenge Grenzwerte und Benutzungsverbote für viele chemische Substanzen im Produktionsprozess und im fertigen Produkt regelt (siehe hier)
  • Vollständiger Verzicht auf schädliche Chemikalien gemäß Vorsorgeprinzip und einem gefährdungsbasiertem Ansatz (inklusive PFC, mehr dazu hier)
  • Abwassertests auf Schadstoffe gemäß MRSL und Veröffentlichung aller Testergebnisse, mehr dazu hier
  • Enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und führenden Köpfen der Branche sowie Know-How-Transfer, Training und Auditierung unserer Lieferkette



Saubere und transparente Lieferkette als Ziel

In einem Pilotprojekt hat VAUDE mit einer Reihe von Zulieferern von textilen Materialien Schulungen zum Umwelt- und Abwasser-Management durchgeführt. Mehr dazu hier


Die meisten unserer Stofflieferanten arbeiten außerdem nach dem bluesign® System. Für VAUDE ist dies ein wichtiger Bestandteil des gesamten Umweltmanagementsystems.


Unser Lösungsansatz

Wir wissen, dass wir in diesem Punkt einen dringenden Handlungsbedarf haben und zwar sowohl im Hinblick auf zu schaffende Datentransparenz als auch im Hinblick auf das Abwassermanagement in der Lieferkette. Wir verfolgen hierzu zwei strategische Ansätze: die Ausweitung des bluesign® Standards und über den Higg Index den Aufbau einer Datenbank zur Erfassung aller umweltrelevanten Daten – siehe dazu „bluesign®: Weltweit strengster Textil-Standard“.


In einem Pilotprojekt führen wir aktuell ein Umweltmanagementsystem bei verschiedenen Lieferanten ein. Im Rahmen dieses „Environmental Stewardship Program“ werden die Lieferanten auch zum Umgang mit Abwasser geschult und umfangreiche Abwassertests durchgeführt – siehe dazu „Lieferanten als Partner“.


Kein Prozesswasser für die Made in Germany Produktion

In der Produktion bei uns zu Hause in Tettnang wird kein Prozesswasser benötigt, dementsprechend fällt auch kein Industrie-Abwasser an. Hier verursacht VAUDE ausschließlich Abwasser aus den Sanitäreinrichtungen und aus dem Labor, wo Wasserdichtigkeitstests gemacht werden. Mehr dazu hier

GRI:   306-2
Abfall nach Art und Entsorgungsmethode
GRI:   306-4
Beförderung gefährlicher Abfälle
GRI:   306-5
Durch Abwassereinleitungen oder Oberflächenabfluss belastete Gewässer
GRI:   306-1
Menge und Qualität von Abwassereinleitungen
GRI:   306-3
Signifikante Freisetzungen
GRI:   103
Managementansatz
Links
Detox-Kampagne von Greenpeace
Weiterlesen
Kontakt
Seite Teilen auf
Wer schreibt diesen Bericht?
Mehr erfahren