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Nachhaltigkeitsbericht 2021
veröffentlicht am 01.08.2022

Mit dem Rad zur Arbeit

Viele VAUDE-Mitarbeiter*innen sind begeisterte Radfahrer*innen. Dennoch kommen die meisten mit dem Auto zur Arbeit – immerhin klimaneutral.

Klimafreundliche Mitarbeitermobilität

Die durchschnittliche Entfernung zwischen den Wohnorten unserer Mitarbeitenden und VAUDE beträgt ca. 14 Kilometer. Das summiert sich zu über 1,3 Millionen Kilometern Pendelkilometern im Jahr (wenn nicht gerade der größte Teil des VAUDE Teams wegen Corona im Home Office arbeitet...).


Unser Ziel ist, dass möglichst wenige davon allein im Auto zurückgelegt werden. Wir setzen gezielt Anreize, um mit dem Rad, Fahrgemeinschaften oder dem Bus zur Arbeit zu kommen. Und belohnen das mit unserem Mobilitätslotto.

 
 

Mobilitätsmanagement muss sein

VAUDE erfasst alle klimaschädlichen Emissionen in der jährlichen Klimabilanz. Über ein Klimaschutzprojekt kompensieren wir alle Emissionen aus dem Pendelverkehr. Mehr dazu hier.


Daraus wissen wir, dass die Mitarbeitermobilität für Geschäftsreisen und Pendelverkehr einer der größten Verursacher für klimaschädliche Emissionen am VAUDE Firmensitz ist. Damit ist klar, dass wir hier einen enormen Handlungsbedarf haben, und wie wichtig ein betriebliches Mobilitätsmanagement ist.


VAUDE befasst sich seit 2012 intensiv mit diesem Thema – nicht zuletzt auch deshalb, weil Parkplätze auf dem Firmengelände sehr knapp geworden sind.

Grünflächen statt Parkplätze

Statt in weitere Parkplätze zu investieren, setzt VAUDE auf Infrastruktur und Anreize, damit immer mehr Mitarbeiter*innen umweltfreundlich und gesundheitsfördernd mit dem Rad, dem Bus oder in Fahrgemeinschaften zur Arbeit kommen. Durch den Büro-Umbau der vergangenen Jahre haben wir 65 Parkplätze ersatzlos gestrichen. Stattdessen ist ein begrünter Campus mit Kletterwand und modernsten Besprechungsräumen entstanden. Mehr dazu hier


Das VAUDE Mobilitätskonzept besteht aus mehreren Bausteinen, mit denen wir unsere Mitarbeiter*innen motivieren möchten, möglichst umweltfreundlich mobil zu sein. Einer davon ist „Mit dem Rad zur Arbeit“.


2-mal um die Welt: Mit dem Rad zur Arbeit

Eine richtige Fahrradgarage, Reparaturwerkstatt mit „Schlauchomat“ und Werkzeug, Fahrtechnik- und Reparaturkurse, Umkleiden und Duschen – damit versuchen wir, unseren Mitarbeitenden das Radeln zur Arbeit möglichst schmackhaft zu machen.


Außerdem kann jeder Mitarbeiter*innen gratis unsere firmeneigenen E-Bikes nutzen. Private E-Bikes können kostenlos auf dem Gelände „betankt“ werden.


Seit 2015 können alle VAUDE-Mitarbeiter*innen „JobRad“ in Anspruch nehmen. Dabei gilt das steuerliche Dienstwagenprinzip auch für Fahrräder und E-Bikes. Und es gilt für alle Mitarbeiter*innen, unabhängig von der Berechtigung auf einen Firmenwagen. Mehr als 222 Mitarbeiter*innen haben sich darüber ein neues, hochwertiges Fahrrad für den Weg zur Arbeit angeschafft – über ein Drittel aller Mitarbeiter*innen! Dadurch haben wir zum Beispiel im Jahr 2019 über 80.000 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit zurückgelegt - mehr als 2-mal um die Welt. Das war unser bisheriger Rekord – vor Corona zu “normalen” Arbeitzeiten hauptsächlich in Präzenz im Büro, und dank des guten Wetters.


Eingesparte PKW-Pendelkilometer

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Mit gutem Beispiel voran

Geschäftsführerin Antje von Dewitz geht mit gutem Beispiel voran.

Fahrgemeinschaften

Fahrgemeinschaften haben in unserem hügeligen und selbst für ambitionierte Radfahrer*innen anspruchsvollen Umland das größte Potenzial für Energie- und Emissions-Einsparungen.


Wir belohnen Fahrgemeinschaften mit Fahrgemeinschaftsparkplätzen direkt vor der Haustür, und natürlich mit unserem Mobilitätslotto.


Online Fahrgemeinschafts-Plattformen sind hilfreich, weil man schnell, unkompliziert und kostenlos Fahrten anbieten und Mitfahrten finden können. Das Problem dieser Dienste in ländlichen Gegenden wie Tettnang ist, eine genügend große Zahl von Nutzern*innen zu finden, damit überhaupt Fahrten vermitteln werden können. Mit VAUDE Mitarbeitern*innen allein lässt sich eine solche Plattform nicht umtreiben. Wir würden daher die Initiative zu einer regionalen Plattform unterstützen.


Für die gemeinsamen Wege zu Messen oder größeren VAUDE Veranstaltungen außer Haus buchen wir Reisebusse.


Neue Busverbindung dank VAUDE

Der Tettnanger Ortsteil Obereisenbach, in dem sich VAUDE befindet, war lange Zeit nur mit dem Schulbus zur örtlichen Grundschule an den ÖPNV angebunden. Mit diesem Zustand wollten wir uns nicht abfinden und haben eine neue Buslinie initiiert – die Bähnlelinie.


Der Regionale Verkehrsverbund Bodensee-Oberschwaben (bodo) hat 2013 mit Unterstützung des Landkreises Bodenseekreis und eines örtlichen Busunternehmers eine Berufspendler-Verbindung eingerichtet, die Obereisenbach an den nächsten Bahnhof in Meckenbeuren sowie an den Stadtverkehr Tettnang-Obereisenbach anbindet.


Mittlerweile bietet diese sogar eine durchgängige, stündliche Taktung zwischen 7:00 Uhr und 18:00 Uhr, sowie perfekte Anschlüsse an den Tettnanger Stadtbus und die BOB-Bahn am Bahnhof Meckenbeuren.


Damit sind die meisten Kollegen*innen aus dem Gebiet Tettnang und über die Bahn sogar viele Kollegen*innen aus Friedrichshafen und Ravensburg gut angebunden. Wir fördern das Busfahren von Seiten VAUDE aus kräftig. Die Auslastung der Bähnlelinie ist dank Mitarbeitern*innen und Anwohnern*innen schon recht gut. Trotzdem könnten noch deutlich mehr Mitarbeiter*innen den Bus nutzen, aber der Umdenkprozess dauert Jahre ...



Gut angebunden

Antje von Dewitz und Landrat Lothar Wölfle bei der Einweihung der Bähnlelinie.

„Zugang zur umweltfreundlichen Mobilität“

„Die Verbesserung der Anbindung der Stadt Tettnang-Obereisenbach mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf die Zug-Anschlüsse im Bahnhof Meckenbeuren ist Bestandteil des Nahverkehrsplans des Bodenseekreises. Aufgrund der Initiative von VAUDE konnte dieser Firmenstandort in die Neukonzeption mit aufgenommen werden. Damit wollen wir als Landkreis den Berufspendler*innen den Zugang zur umweltfreundlichen Mobilität gewährleisten“, sagt Rupert Mayer, Sachgebietsleitung Schülerbeförderung und ÖPNV im Landkreis Bodenseekreis.

Emissionen aus Pendelverkehr reduzieren

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, unsere Emissionen aus Mitarbeitermobilität bis 2024 um weitere 25 % gegenüber 2019 zu reduzieren. Wie weit sind wir bisher gekommen? Hier die Antwort.

GRI:   302-1
Energieverbrauch im Unternehmen
GRI:   302-2
Energieverbrauch außerhalb des Unternehmens
GRI:   302-3
Energieintensität
GRI:   302-4
Reduzierung des Energieverbrauchs
GRI:   305-3
Andere indirekte Treibhausgas-Emissionen (Scope 3)
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Best Practice-Beispiel für Mobilitätsmanagement - VAUDE

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